Der Weltenwanderer – Gesamtausgabe, Band 1 (E-Book)

Herbert Vollmann

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Herbert Vollmann gibt auf Grundlage der Gralsbotschaft von Abd-ru-shin Erklärungen zu aktuellen und zeitlosen Menschheitsthemen.

Band 1 behandelt unter anderem folgende Themen:
Lohn und Strafe in den Schöpfungsgesetzen / Der freie Wille / Leben nach dem Tode / Der jenseitige Helfer / Die Erbsünde / Das Blut als Kennkarte / Die Sexualkraft / Woher kommt das Böse? / Mehr Verständnis für den Nächsten / Anpassung / Die Tugenden …

Mehr über den Autor Herbert Vollmann erfahren Sie hier.

További információk
Szerző Herbert Vollmann
ISBN 978-3-87860-519-5
Formátum .epub, .mobi (ohne Kopierschutz/DRM)
Nyelv Deutsch
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Előnézet

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Vorwort

Wer ist der Weltenwanderer? Niemand anders als der Menschengeist!
Er verläßt seine Heimat, das geistige Reich, auch Paradies genannt, als unbewußtes Geistsamenkorn und taucht zu seiner Entwicklung in die darunterliegende Welt der Stofflichkeiten. Nachdem er sich darin zum sichselbstbewußten Menschengeist entwickelt hat, ist es ihm möglich, in seine Heimat, das geistige Reich, als der »verlorene Sohn« zurückzukehren, um dort in frohem Schaffen ewig zu leben!
Auf seiner Wanderung durch das tiefe Tal der Stofflichkeiten braucht er allerdings zu seiner Orientierung verläßliche Wegweiser, damit er sich nicht verliert und womöglich in dunklen Strömungen untergeht.
In dem geistig aufzufassenden Gleichnis vom Sämann (Matth. 13,3–23) weist Jesus auf den Werdegang der Geistsamenkörner hin, wie ein Teil des Samens verlorengeht und ein anderer Teil auf guten Boden fällt.
Die Wegweiser findet der Mensch in den Gesetzen der Schöpfung.
In den nun folgenden Aufsätzen werden verschiedene Schöpfungsgesetze erklärt. Sie sind ewig und unveränderlich, weil sie von dem Allerhöchsten, von Gott geschaffen wurden. Daher geben sie dem Menschen auch heute noch den einzig sicheren Halt in der von ihm verdorbenen Welt, die er mit Katastrophen jeder Art angefüllt hat.
Das Befolgen dieser Gesetze, zu denen die Naturgesetze gehören, führt hinaus aus aller Unsicherheit, Ratlosigkeit und Mutlosigkeit, befreit von seelischer und irdischer Not. Jedem, in welcher Lage und welchem Zweifel, Glauben oder Unglauben er sich zur Zeit befinden mag, ist es möglich, sich mit den Schöpfungsgesetzen zu befassen und daraus Nutzen zu ziehen für sein gegenwärtiges Erdenleben. Es liegt allerdings in seinem freien Willen, es auch zu tun!
Vomperberg, im Mai 1993

 

Ausgleich zwischen Geben und Nehmen

Es gibt ein Gesetz, das ausschlaggebend ist für das Bestehen der ganzen Schöpfung: das Gesetz des notwendigen Ausgleichs zwischen Geben und Nehmen.
Alle Vorgänge in der Schöpfung unterliegen diesem Gesetz. Ob es nun das Kräftespiel der Himmelskörper oder das Gleichgewichtsempfinden des Erdenkörpers ist. Tagtäglich befolgen wir es, wenn auch zum größten Teil unbewußt, beim Aus- und Einatmen. Oder wir sind bemüht, irgend etwas »ins Gleichgewicht« zu bringen. Andererseits erleiden wir Schaden, wenn uns etwas »aus dem Gleichgewicht« bringt, im Großen wie im Kleinen, denn das Nichtbeachten dieses Gesetzes verursacht Stockungen und Störungen, bei anhaltender Mißachtung sogar Niedergang und Verfall. Denken wir nur an das Verhältnis zwischen Arbeit und Ruhe. Unnötige Übertreibung in der Arbeit schadet genauso wie ein bequemes Leben, ein »Sich-zur-Ruhe-Setzen«. Beides bringt Krankheit und vorzeitigen Tod. Nur der richtige Wechsel darin wirkt ausgleichend.
Der dauernde Ausgleich zwischen Geben und Nehmen schafft gesunde Bewegung, die allein Aufbau und Erhaltung bringt und den Geist belebt und erfrischt. Wo sich Geben und Nehmen die Waage halten, ziehen Harmonie und Frieden ein.
Das Geben steht dabei an erster Stelle, denn erst das Geben bedingt das Nehmen, genauso wie wir erst durch richtiges Ausatmen etwas geben müssen, um durch das dadurch bewirkte tiefe Einatmen belebende Stoffe empfangen zu können.
Deshalb sagte auch Jesus: »Geben ist seliger denn nehmen« (Apg. 20, 35). Wer selbstlos gibt, ob es nun irdische oder geistige Werte sind, gibt letzten Endes sich selbst am meisten, weil er die guten Früchte seiner guten Saaten vielfach empfangen darf!
Jedes Geben muß durch einen Gegenwert in irgendeiner Form ausgeglichen werden. Selbst ein mittelloser Mensch kann in diesem Sinne einen Ausgleich schaffen durch einen freundlichen Blick, einen von Herzen kommenden Dank oder einen guten Rat.
Derselbe Sinn liegt in dem Ausspruch von Goethe: »Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen« (Faust, 1. Teil). In dem Erwerben kommt das Sichmühen, die Arbeit zum Ausdruck, die erst gegeben werden muß, um etwas in Empfang zu nehmen und zu besitzen.
Auch die doppelte Buchführung kann hier als Beispiel angeführt werden, deren Zweck nicht in den doppelten Buchungen im Soll und Haben liegt, sondern in der Kontrolle des Ausgleichs zwischen Leistung und Gegenleistung. Goethe schrieb über diese Buchführung in seinem Roman »Wilhelm Meisters Lehrjahre«: »Welche Vorteile gewährt die doppelte Buchführung dem Kaufmann. Es ist eine der schönsten Erfindungen des menschlichen Geistes, und ein jeder gute Haushalter sollte sie in seiner Wirtschaft einführen« (1. Buch, Kap. 10).
Doch der Mensch konnte sie nicht erfinden, sondern nur finden als eine schwache Wiederholung des seit Beginn in die Schöpfung verankerten Ausgleichungsprinzipes.
Dieses Prinzip gilt natürlich ebenso für die geistigen Vorgänge. Von der geistigen Kraft, die der Schöpfer dauernd zur Erhaltung und Erweiterung in seine Schöpfung gibt, lebt auch der Geist des Menschen. Er formt mit dieser Kraft seine Empfindungen, Gedanken und Taten. Der Gegenwert aber, den er seinem Schöpfer für die Benützung als Ausgleich schuldet, ist der Dank, freudiger Dank in der Tat, das heißt in der richtigen Verwendung dieser Kraft. So ist auch der Dank in den Beziehungen der Menschen untereinander ein wichtiger Ausgleichswert, wenn er mit innerem Empfinden und nicht oberflächlich gegeben wird. Durch die einseitige Verwendung der geistigen Schöpfungskraft für Niedriges im Laufe von Jahrtausenden verlor der Menschengeist auf allen Gebieten des Lebens das Gleichgewicht. Er nahm und nahm von den reichen Gaben der Schöpfung, formte aus dem Genommenen fast nur noch Falsches und Übles und verlernte dabei das Geben.
Überrascht es uns da, wenn nun die ausgleichende Gerechtigkeit Gottes das Gleichgewicht wiederherstellt? Die immer ungestümer werdenden Geschehnisse auf der ganzen Erde sprechen doch eine deutliche Sprache.
Den steten Ausgleich zwischen Geben und Nehmen auf allen Gebieten des Erdenlebens streng und gerecht durchzuführen, ist eine große zukünftige Aufgabe der Erdenmenschen, die dann durch eingehende Kenntnis der Schöpfungsgesetze dazu in der Lage sein werden.
So wird das Gesetz des Ausgleichs zwischen Geben und Nehmen auch einst die Grundlage für eine wirkliche Völkerverständigung bilden. Es ist die Zeit, in der die Völker nebeneinanderstehend sich gegenseitig achten, helfen und fördern, in der Erkenntnis, daß jedes lebensfähige Volk, jede gesunde Rasse etwas besitzt, was unbedingt zur Vollendung des Ganzen gehört und was andere Völker und Rassen nicht haben. Es sind die irdischen und geistigen Werte, die das »Volksvermögen« ausmachen.
Zu den geistigen Werten gehören zum Beispiel die Fähigkeiten, die Begabungen, die Art und Stärke der Verbindung mit der Schöpfungskraft und ihre Verwendung; zu den irdischen Werten die Arbeitskraft, die sichtbaren und unsichtbaren Naturschätze wie die Kräfte des Wassers, des Feuers, der Luft, die Schätze der Erde, aber auch die Schönheit der Landschaften.
Alle diese Werte verpflichten zum Austausch. Kein Volk kann gerade die ihm vom Schöpfer anvertrauten Gaben und Schätze den anderen Völkern, die diese zur eigenen Ergänzung nötig haben, vorenthalten, ohne selbst Schaden zu nehmen. Denn ein Volk, das solche Werte nicht dauernd weitergibt, unterbindet dadurch den lebensnotwendigen Austausch. Doch soll der Austausch so durchgeführt werden, daß kein Volk das andere ausnützt. Immer müssen sich Geben und Nehmen die Waage halten.

Lohn und Strafe in den Schöpfungsgesetzen

Drei Grundgesetze der Schöpfung sind dafür von besonderer Bedeutung: das Gesetz der Schwere, das Gesetz der Anziehungskraft gleicher Arten und das Gesetz der Wechselwirkung. Wie alle Gesetze der Schöpfung sind auch die drei genannten Gesetze in allen sichtbaren und unsichtbaren Teilen oder Ebenen der Schöpfung einheitlich. Verschieden ist in den einzelnen Schöpfungsebenen nur die Form der Auswirkung.
Die Auswirkung des Gesetzes der Schwere sehen wir im Irdischen, wenn wir zum Beispiel ein Stück Eisen und ein Stück Kork ins Wasser legen. Das Eisen sinkt sofort infolge seiner Schwere, der Kork bleibt auf der Oberfläche. Drücken wir den Kork auf den Grund des Wassers und lassen ihn los, steigt er hoch. Genauso ist der Vorgang in der uns nicht sichtbaren Welt, wenn zum Beispiel der Mensch seinen Erdenkörper abgelegt hat. Der von dem Erdenkörper losgelöste feinstoffliche Körper sinkt, wenn wir ihn durch Hang zum Niederen schwer gemacht haben, an die Stelle im Jenseits, welche die gleiche Schwere hat. Dort findet er auch seine gleiche Art, denn gleiche Schwere bedingt gleiche Art. Oder der feinstoffliche Körper schwebt empor wie ein Kork in lichtere Gefilde, wenn wir ihn durch Streben nach Höherem und Reinerem leichter gemacht haben.
Das Gesetz der Anziehung der Gleichart finden wir in dem volkstümlichen Ausspruch »Gleich und gleich gesellt sich gern« treffend ausgedrückt. Tagtäglich erleben wir es, wenn sich Gleichgesinnte zu irgendeinem Zweck zusammenschließen, so wie es auch mitwirkt bei den großen Zusammenschlüssen der Kasten, Stände, Klassen und Parteien. Unter seinem Einfluß schließen sich aber auch gleichgeartete Gedanken zusammen und werden dadurch stärker in ihrer Auswirkung.
Schließlich bestehen auch das Eisen und der Kork, wie alle Materie, aus jeweils gleichen Einzelteilchen (Molekülen), die sich unter der Einwirkung des Gesetzes der Anziehung gleicher Arten zusammengefügt haben.
Das in der Schöpfung tätige Gesetz der Wechselwirkung entspricht genau den Bibelworten »Was der Mensch säet, das wird er ernten« (Gal. 6,7). Das gilt nicht nur für den Samen, den wir in die Erde legen. Auch unsere Empfindungen, Gedanken und Taten sind eine Saat, deren Ernte eines Tages für uns da ist, und zwar wie bei der irdischen Ernte in vielfachem Maße! Sie sind die Werke, die uns beim Tode nachfolgen, die wir mit hinüber nehmen in das Jenseits.
Immer stehen wir mitten in der vielfachen Ernte unserer guten und schlechten Saaten, eben in der Auswirkung des Gesetzes der Wechselwirkung. Es wechselt bei diesem Gesetz die Wirkung. Zuerst ist sie von dem Menschen in die Schöpfung hinausgehend und dann wechselt sie um in eine auf ihn zurückkommende Wirkung.
Hat der Mensch durch übles Wollen Unrecht getan und dadurch eine Schuld auf sich geladen, so muß er eines Tages mit einer erhöhten üblen Rückwirkung rechnen. Erhöht deshalb, weil das üble Wollen unterwegs durch die Anziehung der Gleichart verstärkt worden ist. Dieses Stärkerwerden durch Zusammenschluß kommt in dem Bibelwort »Sie säen Wind und werden Ungewitter ernten« (Hos. 8,7) zum Ausdruck. Bei rechter Einsicht bringt ihm die Rückwirkung die Ablösung, das heißt die Lösung vom Übel, womit die Schuld gesühnt ist. Andernfalls kann die Rückwirkung zu weiterem üblen Tun Nahrung geben. Es gibt auch noch die Möglichkeit, eine Schuld vorzeitig abzulösen, wenn sich der Mensch schon vor dem Einsetzen der Rückwirkung ernsthaft dem Guten zugewendet hat. Das rückströmende dunkle Schicksal wird dann durch die lichter gewordene Umgebung des Menschen so abgeschwächt, daß es sich im Irdischen nur noch symbolisch auslöst. Diese vorzeitige Ablösung einer Schuld ist eine der Gnaden Gottes, die in seinen Gesetzen mit verwoben sind.
So bewirken die drei Grundgesetze der Schöpfung sowohl den Lohn als auch die Strafe für den Menschen, und es ist jetzt auch zu verstehen, was die alttestamentarischen Worte »Die Rache ist mein; ich will vergelten« (5. Mos. 32,35) und »Auge um Auge, Zahn um Zahn« (5. Mos. 19,21), die bisher in ihrem tieferen Sinn nie verstanden worden sind, wirklich bedeuten.
Sie sind ein Ausdruck göttlicher Gerechtigkeit. Die »Rache« und die »Vergeltung« sind nichts anderes als die Rückwirkung der guten oder üblen Taten eines Menschen, die sich genau und gerecht nach den Schöpfungsgesetzen »Auge um Auge und Zahn um Zahn« vollzieht. In den Worten »Auge um Auge, Zahn um Zahn« kommt die gleiche Art der Wirkung und Rückwirkung, der Saat und der Ernte zum Ausdruck. Also Art um Art oder Leid um Leid, Freude um Freude. Wie aus Weizenkörnern immer nur Weizen wächst, so wird auch übles Wollen nur Übles bringen und gutes Wollen nur Gutes.
Diese Bibelworte sind also nicht irdisch zu verstehen, sondern im geistigen Sinne. Die »Rache« und die »Vergeltung« muß der Mensch den Gesetzen Gottes überlassen. Er darf sie nicht selbst ausüben, etwa aus persönlicher Rachsucht, dadurch, daß er dem Übeltäter auch ein Auge ausschlägt, wenn dieser es bei ihm getan hat. Denn es heißt ausdrücklich: »Mein ist die Rache, ich will vergelten! « Und diese »Rache« und »Vergeltung« ist bis ins kleinste gerecht, so gerecht, wie es der Mensch nie sein könnte.
So sind auch die Worte des Paulus an die Römer zu verstehen: »Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn (Wechselwirkung) Gottes; denn es steht geschrieben: »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr!« (Römer 12,19).