Arbeit ist Entwicklung!

Marianne Klauser Stalder

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Description

Détails

Auch im Lebensbereich von Arbeit und Beruf läßt sich ein persönlicher Entwicklungsweg finden, der zu innerer Sicherheit, Sinn und echt empfundener Arbeitsfreude führen kann. Durchgeistet und beseelt sollte unser Arbeiten sein! Dann öffnet sich der Raum für Kreativität und persönlich gewachsene Ethik!

Doch dies ist in der heutigen Zeit der rasanten Berufsveränderungen und wirtschaftlich engen Vorgaben zur großen Herausforderung geworden!

Dieses Buch wirft ein neues Licht auf das Thema Arbeit und Beruf und gibt Impulse, sich mit den ureigenen Geisteskräften zu verbinden und wegzukommen vom bloßen vernunftorientierten Funktionieren. Es werden darin Entwicklungsaspekte für jede Lebensphase aufgezeigt, für die jungen Jahre, die reifen Erwachsenenstufen bis hin zum höheren Alter.

Informations complémentaires
Auteur Marianne Klauser Stalder
ISBN 978-3-87860-707-6
Format 19.5 x 13.0 cm
Présentation Hardcover
Nombre de pages 80 Seiten
Langue Deutsch
Temps de livraison DE: 3-8 Werktage, andere Länder: 5-30 Werktage
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Extrait

Lebenswerk Arbeit

Im Laufe des Lebens sind die meisten Menschen in irgendeiner Weise mit beruflichem Tätigsein beschäftigt, weshalb sich die grundsätzliche Frage nach der persönlichen Bedeutung von Arbeit und Beruf stellt. Ist Arbeit ein notwendiges Übel oder kann sie uns mehr sein?

Viele Stunden unseres Lebens verbringen wir in der Arbeit, weshalb Arbeit und Beruf ein wichtiges Element des erwachsenen Lebens darstellt, nicht nur als notwendige Lebenssicherung, sondern im Idealfall auch als Quelle für Arbeitsfreude, Selbstwirksamkeit, Nützlichkeit, Sinn, Ansporn und Schwung. Darüber hinaus erleben wir im Tätigsein unsere individuellen Ressourcen und unsere persönliche Wesensart. Arbeit kann deshalb für viele Menschen zu einem Lebensbereich des Glückes werden, wie viele Studien belegen.

Im Tätigsein werden wir aber auch mit unseren Grenzen konfrontiert. Immer wieder! Wir können dies als Aufruf zur Entwicklung verstehen, denn sie sind es letztlich, die uns den Anstoß zu weiterer Differenzierung und Vervollkommnung geben, sei dies in sozialer, handwerklicher, wissenschaftlicher, technischer oder wirtschaftlicher Hinsicht. Dank der Arbeit wirken ständige Impulse zur Überwindung von Schwierigkeiten auf den arbeitenden Menschen ein, der im Laufe seines Lebens durch vielfältige Arbeitserfahrungen sein Können, seine Wirksamkeit und Nützlichkeit erlebt, wodurch erst das wirkliche, organisch gewachsene Selbst-Bewußtsein in natürlicher Weise entstehen kann.

Die wichtigste Bedingung hierfür ist, daß die Arbeit zur Individualität eines Menschen paßt, das heißt, zu seinen Interessen, Neigungen, Fähigkeiten, Vorlieben, zu seiner gesamten Wesensart, zu seinem Innersten. Zu diesem Innersten gehört auch das Typische des weiblichen und das Typische des männlichen Seins, in denen jeweils eigene Wirkungsweisen liegen, die ebenbürtig, einander ergänzend sind, aber doch verschieden.

Entwickelt sich eine Stimmigkeit zwischen Mensch und Arbeit, dann gibt die Arbeit nebst Verdienst, Lebensunterhalt und Freude noch etwas Wesentliches zurück: Die berufliche Identität! Nicht umsonst sagt eine Person: „Ich bin Zahnärztin“ oder: „Ich bin Webdesigner.“ oder: „Ich bin Kindergärtnerin“. In diesem „Ich bin“ liegt die ganze Bedeutung, die der Beruf uns gibt, nämlich eine innige Verbindung, die wir mit unserer Arbeit eingehen. Man sollte mit einem guten Gefühl sagen können: „Ich bin Informatiker“ oder: „Ich bin Konstrukteur“ oder: „Ich bin Pflegerin“, was nichts anderes heißt, als daß man voll zu dem stehen kann, was man tut. Darin zeigt sich die Berufsidentität, die für Menschen unterschiedlich intensiv spürbar ist! Diese Berufsidentität fühlt sich im Leben wie ein Paar passende Schuhe an, mit denen man gut unterwegs ist, und wie diese gibt sie Halt und Sicherheit.

Scheidet der ältere Mensch nach vielen Arbeitsjahren aus dem Berufsleben, so fällt diese Berufsidentität weg; er steht ohne sie da und muß sich neu finden, was nicht selten eine schwere Krise auslöst.

Doch Schuhe können sich durch den langen Gebrauch abnutzen; oder der Weg nimmt eine unerwartete Wendung, führt steil bergauf, und man realisiert, daß man nicht mit dem passenden Schuhwerk ausgerüstet ist.

Genauso ändern sich Berufe und auch der Mensch selbst, so daß die Stimmigkeit zwischen Mensch und Beruf mehrfach im Leben ins Wanken geraten kann und immer wieder neu gesucht werden muß.

Noch vor wenigen Jahrzehnten brachte der Beruf meist eine lebenslange Verbindung, was Klarheit, Eindeutigkeit, aber unter Umständen auch Enge mit sich bringen konnte.

Die heutige Berufswelt jedoch ist aufgebrochen, in Bewegung geraten, die Entwicklungen laufen rasant und fordern vom einzelnen ein lebenslanges Weiterbilden, damit er mit dieser Entwicklung irgendwie Schritt halten kann – eine noch nie dagewesene Anforderung!

So kommt es, daß viele Menschen gleichsam mit Fußschmerzen unterwegs sind, weil die Schuhe zu eng oder zu groß sind und dadurch zu wenig Halt vermitteln. Manchmal sind sie verbraucht und abgenutzt, so daß man sie nicht mehr gerne betrachtet. Oder sie gefallen einem nicht mehr, weil man sich selbst und damit seine Sichtweisen verändert hat.

Genau so ist es auch im Laufe einer Berufsbiographie: Immer wieder neu geht es um die Frage, wie eine Arbeit zum Wesen eines Menschen paßt, zu seinen Ressourcen, seiner Individualität, seinen Lebenswerten. Welche Anpassungen sind in bestimmten Phasen nötig? Ist Aufbruch angesagt? Oder tapferes Verbleiben?

Kann eine solche Stimmigkeit in der heutigen schnellebigen Arbeitswelt überhaupt noch erreicht werden?

Als zentraler Leitfaden für die gesamte Gestaltung eines Arbeitslebens gilt die Aussage:

„Bedenket: Eins ist nicht für alle! Was dem einen nützet, kann dem anderen schaden. Jeder einzelne hat seinen eigenen Weg zur Vervollkommnung zu gehen. Sein Rüstzeug sind dazu die Fähigkeiten, die er in sich trägt. Nach denen hat er sich zu richten, auf denen aufzubauen!“

Dieses Zitat aus der Gralsbotschaft von Abd-ru-shin läßt uns erstaunen, denn es wurde vor rund 100 Jahren geschrieben, und dennoch hat es mehr denn je Gültigkeit.

Nicht der Vergleich mit anderen bringt weiterführende Lösungen im Arbeitsleben, sondern stets die Besinnung auf die persönlichen Voraussetzungen, Befähigungen, Vorstellungen und Lebensvisionen. Dies sollte auch den Leitfaden für Jugendliche bilden, die vor der ersten Berufswahl stehen.