Fragenbeantwortungen

Abd-ru-shin

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Details

Eine Sammlung von 89 Fragenbeantwortungen Abd-ru-shins aus den Jahren 1924 bis 1937

Mehr über den Autor Abd-ru-shin erfahren Sie hier.

Additional Information
Author Abd-ru-shin
ISBN 978-3-87860-678-9
Dimensions 12.50 x 19.50 cm
Format Leinen mit Umschlag
Number of pages 260
Language Deutsch
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Wohltaten aus Ehrsucht

Der Vortrag über „Schicksal“ regt zu der Frage an, wie die Gerechtigkeit sich in der Wechselwirkung bei Menschen auswirkt, die große Schenkungen machen, aber nicht mit der Empfindung dabei sind, sondern die Wohltätigkeit nur aus „Mode“ üben oder um dadurch einen „Namen“ zu erhalten.

Der Vorgang ist klar zu überschauen. Er erfolgt genau den Gesetzen entsprechend. Die Umgebung eines jeden Menschen ist durchtränkt von der Art seines wirklichen Empfindens, bildet also eine gleichartige feinstoffliche Schicht um ihn. Selbsttäuschungen schalten bei diesen Vorgängen von selbst aus als nicht lebensfähig. Hat nun ein Mensch ehrlich gutes Wollen in sich großgezogen, so wird auch die ihn umgebende Schicht von gleicher Art sein. Zurückkommende Wechselwirkungen übler Art von früher her werden nun von dieser ihnen entgegenstehenden Schicht aufgehalten und abgelenkt oder aufgesaugt und zersetzt, bevor sie den Menschen selbst zu treffen vermögen, und somit ganz beseitigt oder doch bedeutend abgeschwächt, so daß ihm damit durch sein ernstes gutes Wollen die Vergebung früherer Übel wurde.

Umgekehrt ist es nun bei denen, die durch Schenkungen wirklich Gutes stiften, dies aber nur mit der Absicht ausführen, selbst dabei zu gewinnen, sei es auch nur, um viel genannt zu werden, also aus Eitelkeit, oder um irgendeinen Rang oder Namen zu erhalten, also aus Ehrgeiz.

Das Gesetz der Wechselwirkung wird sich unbedingt dabei in jeder Beziehung erfüllen. Von dort, wo seine Schenkung Segen stiftete, strömt auf jeden Fall das Gute auf den Spender zurück, in gleicher Art dessen, was es Gutes auswirkte. Nun ist aber das Innere und demnach auch die Umgebung des Spenders von Egoismus, dem Drang nach dem eigenen Vorteil, durchtränkt, oder auch von anderem Übel. Das nun zurückströmende Gute wird zuerst diese Schicht treffen, ebenfalls von dieser aufgehalten, abgeleitet, aufgesaugt und zersetzt werden, so daß die Person selbst nichts von dieser guten Wechselwirkung erhalten kann oder doch nur einen sehr abgeschwächten Teil.

Ob das zurückströmende Gute nun ganz abgelenkt wird oder in welcher Stärke es abgeschwächt wird, bevor es den Menschen innerlich erreicht und somit zur eigentlichen Auswirkung kommt, liegt lediglich an der Stärke des inneren Empfindens des Betreffenden. Ist dieses stark vom Übel, so ist er selbst schuld, wenn das für ihn in der Wechselwirkung bestimmte Gute nicht an ihn heran kann. Bei weniger starkem Übel wird aber doch ein Teil des Guten bis zu ihm durchdringen, womit er dann genau den Anteil seines eigentlichen inneren Wertes erhält, nicht mehr und nicht weniger. Bis dicht an ihn heran kommt es, und es kann sich dadurch ganz gut in seiner Umgebung, in äußeren irdischen Dingen auslösen, die vergänglich sind, aber ihn selbst vermag es nicht zu treffen, daß er ewigen Gewinn davon hätte, der allein Wert besitzt.

Ein Unterschied liegt auch schon darin: Gibt der Betreffende aus offener Empfindung heraus, nur um des Helfens willen, so knüpft sich dabei sofort ein Faden, der von ihm ausgehend bis zu dem Punkte kommt, wo durch seine Hilfe Segen ersprießt und für die Wechselwirkung den direkten Weg bildet zurück zu ihm. Dadurch ist die Wirkung eine viel direktere, geschlossenere. Ist seine Empfindung bei dem Geben jedoch nicht in gleicher Art beteiligt, so fehlt dieser von ihm ausgehende Faden als Verbindung mit dem Ort, wo seine Gabe zur Wirkung kommt, weil er zu der Gleichart der Empfindung hinleitete. Die gute Wechselwirkung kann deshalb auch nicht so fest geschlossen zu ihm gelangen.

Es sprechen auch hierin noch viele andere Nebenumstände mit, deren Anführung das Bild nur verwirren könnte, trotzdem sie alle dazu beitragen, die Art der sich auswirkenden Gerechtigkeit in der Wechselwirkung auf das feinste abzutönen, so daß auch nur an ein Atom von Ungerechtigkeit in allem Geschehen gar nicht gedacht werden kann. Diese Möglichkeit ist vollkommen ausgeschlossen durch das wundervolle Ineinanderarbeiten der weisen Gesetze des Schöpfers, so daß jeder empfängt, was ihm zukommt, auf das schärfste abgewogen. Es darf dabei nur nicht vergessen werden, daß sich von dem allen selten viel während eines kleinen Erdenlebens abspielt, sondern nur Bruchstücke. Das ganze Geschehen verteilt sich auf das ganze Sein.

 

Verantwortung der Richter

Ist ein Richter geistig von der Verantwortung entbunden, wenn er im Dienst aus Ehrgeiz Übereifer entwickelt und das, was allgemein unter Menschlichkeit verstanden wird, zur Seite stellt in der Überzeugung, seine Pflicht damit zu erfüllen?

Solchen wäre besser, nie geboren zu sein. Die schützende Wand „Dienst und Pflicht“ wird mit dem irdischen Abscheiden weggezogen. Für alle seine Entschlüsse und Handlungen ist er wie jeder andere Mensch rein persönlich verantwortlich. Eine irdisch falsch eingestellte Überzeugung ändert daran nichts. Diese vermag nur ihn selbst zu täuschen. Es kommt immer darauf an, wie er sein Amt ausübt. Er muß die Liebe zur Grundlage nehmen; denn nur in der wahren Liebe liegt Gerechtigkeit.

 

Ungläubige Prediger

a) Wie ist es mit Predigern, die ihr Amt nur als ernährenden Beruf betrachten und nicht an alles wirklich glauben, was sie lehren?
b) Hat ein durch solche Menschen gereichtes Abendmahl auch Wirkungskraft?

a) Die Wechselwirkungen fragen nicht nach irdischen Ämtern und Würden, sondern geben jedem das Seine. Damit sind alle derartigen Fragen gelöst.

b) Die Wirkung des Abendmahles richtet sich hauptsächlich nach dem Innenleben des Empfängers. Ist dieser richtig darauf eingestellt, erhält er die seiner Einstellung entsprechende Kraft, auch wenn das Abendmahl durch solche Hand gegeben wird. Wenn Christus bei allem besonders betonte: „Dir geschehe, wie du geglaubt hast!“, so weist er damit immer deutlich auf das Gesetz der Wechselwirkung hin. Ein jeder kann nur das erhalten, worauf er eingestellt ist, nichts anderes. Seien es nun geistige oder körperliche Kräfte. Sonst würde ja leicht Ungerechtigkeit in die heiligen Gesetze der Schöpfung einfließen. Und das ist unmöglich.